Besënnléches
Gesammelte Texte rund um Muttertag
Aus der Ehe wird Familie
Denkst du an ein Jahr, säe ein Samenkorn; denkst du an ein Jahrzehnt, pflanze einen Baum; denkst du an ein Jahrhundert, erziehe einen Menschen.
Zwischen “Großen Eltern” und “Kleinen Kindern”.
Menschen in der Mitte des Lebens stehen zwischen Jung und Alt. Wir haben eigene Kinder, kleinere und große, um die wir uns sorgen. Wir haben alte Eltern, die sich um uns gesorgt haben, und denen nun unsere Sorge gilt. Als ich neulich mit meinem zweieinhalbjährigen Sohn und meiner alten Mutter zur Kirche ging – beide an der Hand führend, damit die Unebenheiten des Weges sie nicht verunsicherten –, da wurde mir schlagartig bewusst: In keiner Lebensphase stehen wir noch einmal so sehr zwischen den Generationen, zwischen alt und jung. Wir wissen uns für beide verantwortlich. Gelegentlich bedrücken uns ihre Fragen und Probleme, manchmal schenken sie uns Freude und Glück.
Meine Mutter ist nicht nur die Oma. Mein Vater ist nicht nur der Opa. So sehr sie sich über die Enkel freuen, gilt ihre Sorge doch vor allem mir: ihrem Kind. Sie hören es gerne, wenn ich “Mutter” und “Vater” zu ihnen sage. Sie freuen sich wenn ich Zeit für sie habe, sie anrufe oder ihnen gar einen Brief schreibe. Auch mir bedeuten sie viel. Ich weiß nicht, wie lange ich sie noch bei mir habe. Sie verlangen keinen Dank. Und ich weiß, dass ich ihnen nur wenig wiedergeben kann für alles, was ich von ihnen erfahren habe.
Weil Gott nicht überall sein konnte, schuf er die Mütter. Arabisches Sprichwort
Schönes Gesicht Ich blicke so gern das Gesicht meiner Mutter an. Ein Gesicht, umrahmt von dünnem, fast weißem Haar; ein Gesicht, in dem man lesen kann, dass ihr Leben schwer, aber nicht ohne Freude war. Ein Gesicht von Furchen des Leids und Fältchen des Lachens durchgraben, noch immer von wachen Augen erhellt, die so oft durchschaut und getröstet haben. Ich blicke so gern das Gesicht meiner Mutter an, das die scheidende Jugend nicht künstlich an sich band; das so selbstverständlich Reifen und Altern gewann, als hätten wir‘s niemals anders gekannt. Christa Peikert-Flaspöhler Wir wären nie gewaschen und meistens nicht gekämmt, die Strümpfe hätten Löcher und schmutzig wär das Hemd, wir äßen Fisch mit Honig und Blumenkohl mit Zimt, wenn du nicht täglich sorgtest, dass alles klappt und stimmt. Wir hätten nasse Füße und Zähne schwarz wie Ruß und bis zu beiden Ohren die Haut voll Pflaumenmus. Wir könnten auch nicht schlafen, wenn du nicht nochmal kämst und uns, bevor wir träumen, in deine Arme nähmst. Und trotzdem! Sind wir alle auch manchmal eine Last: Was wärst du ohne Kinder? Sei froh dass du uns hast.
Eva Rechlin
Firmung
Das neue Leben, das der Christ in der Taufe empfängt, soll wachsen und sich entfalten. Für ein Kind geschieht das zunächst, indem es am Glaubensleben in Famile und Gemeinde teilnimmt und „mitglaubt“. Eines Tages genügt es dem jungen Menschen nicht mehr zu sagen: Das machen meine Eltern auch so. Je älter er wird, um so mehr soll er eigene Glaubensschritte tun. Er muss selbst entscheiden, welchen Weg er einschlägt, welches Lebensprogramm er wählt, welches Ziel er sich setzt. Man wird nicht zum Christen geboren, man muss zum Christen werden.
Das Firmalter
Entscheidender als eine bestimmte Altersangabe ist die persönliche Lebens- und Glaubenssituation. Wenn Firmung auch besusstere Zustimmung zu einem christlichen Leben bedeutet, dann sollte sie in einem Alter gespendet werden, wo der Jugendliche beginnt, seinen Lebensweg selbständiger und verantwortlicher mitzuentscheiden. Dies dürfte normalerweise kaum vor dem 12. Lebensjahr sein. Oft hat sich auch ein höheres Alter in der Praxis bewährt. So werden auch in unserm Pfarrverband Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr zur Firmung zugelassen.
Die Firmvorbereitung
Die eigentliche Vorbereitung geschieht bereits im Elternhaus durch die selbstverständliche Einübung ins christliche Leben. Solch ein natürliches Christwerden aber ist nicht immer gegeben. Oft kommt der Jugendliche erst wieder aus Anlass der Firmung in Kontakt mit Kirche und glaubenden Menschen. Die unmittelbare Vorbereitung auf die Firmung erfolgt so denn auch in Gruppen von gleichaltrigen Jungen und Mädchen die sich mit erwachsenen Christen aus der Gemeinde treffen. Christ sein kann man nicht allein, sondern nur in Gemeinschaft mit anderen. Die Firmgruppenleiter Glaubwürdige Männer und Frauen aus der Gemeinde stellen sich als Gesprächspartner für die Jungen und Mädchen zur Verfügung. Sie tun dies im Auftrag und stellvertretend für die Gemeinde. Durch sie sollen die Firmbewerber erfahren, wie christliches Leben heute auch angesichts anderer Lebensmöglichkeiten verwirklicht werden kann. Die Firmgruppenleiter treffen sich regelmäßig, um gemeinsam die Gruppentreffen vorzubereiten. Sie machen sich zusammen mit den Jungen und Mädchen auf den Weg und kommen so auch selbst zu einer Firmerneuerung.
Der Firmpate
Der Pate ist persönlicher Begleiter und Helfer des Firmlings. Der Jugendliche soll deshalb den Paten selbst auswählen. Es kann durchaus der eigene Taufpate sein. Aber auch jeder andere erwachsene Christ, der selbst gefirmt ist. Dem Gefirmten ist der Pate weiterhin Helfer und Gesprächspartner.
Quelle: Kösel, Hausbuch der christlichen Familie
Was wären wir… ohne Pfingsten?
Ohne den Heiligen Geist ist Gott fern, bleibt Christus in der Vergangenheit, ist das Evangelium ein toter Buchstabe, die Kirche ein bloßer Verein, die Autorität eine Herrschaftsform, die Mission Propaganda, die Liturgie eine Geisterbeschwörung und das christliche Leben eine Sklavenmoral.
Athenagoras Patriarch von Athen Kirchenvater im 2. Jhdt. n. Chr.
Komm, Heiliger Geist,
und entzünde unsere Herzen in Liebe zu Dir. Komm, Du Geist der Kraft, und bewege unsere Seelen, dass sie hungern und dürsten nach Dir. Erfülle mit Deiner Gegenwart die Kirche, dass Dein Friede nicht von ihr weiche. Segne in ihr jede Verkündigung des Wortes, jeden Dienst der Liebe, jedes Amt der Leitung. Schenke uns für die Neugestaltung unsrer Kirche Weisheit und Frieden. Du Tröster in aller Not, erbarme Dich über uns, wende Dich nicht von uns ab; tue mehr, als wir zu bitten vermögen.
Gerhard Tersteegen
D’Welt brauch Geeschtlech
– e Parrainage fir e Seminarist !
Als Chrëschten Temoignage ginn fir säi Glawen – dat ass haut a ville Länner vun der Welt net méi esou einfach. An Asie si Chrëschten eng Minoritéit, déi et dacks schwéier huet.
Mee trotzdeem gëtt et och do vill jonk Männer, déi sech als Geeschtlech ganz an den Déngscht vu Jeus Christus an der Kierch wëlle stellen. MISSIO – Prêtres pour le Tiers Monde proposéiert, fir a 4 Seminairen uechter d’Welt jonke Männer déi theologesch Ausbildung ze finanzéieren, sou datt si kënne Geeschtlech ginn. Mat 1500 Euro am Joer – an dat während 4 Joer – kënnen all Fraië bezuelt ginn, fir e Studium ze bezuelen. De Porverbandsrot Sandweiler-Syrdall huet sech entscheed, fir mat alle Leit aus dem Porverband, engem Seminarist säi Studium ze bezuelen. Eise Parrainage vu 4 Joer soll si fir e Seminarist an Indien, am Seminaire Morning Star zu Barrackpore – Westbengalen.
An deem Seminaire, wou dëst Joer ronn 200 Studenten Philosophie an Theologie studéieren, stinn 12 ( !!) Computer zur Verfügung. Dringend ginn och Waasseropbereedungsanlage gebraucht. Zur Formatioun vun de jonke Männer (niewt Inder sinn der 2 aus dem Nepal a 5 aus Bangladesh) gehéiert d’Begleedung duerch Responsabel aus dem Seminaire. Déi suergen dofir, datt d’Priesterkandidaten wuessen op mënschlechem, spirituellem a pastoralem Plang an sech esou op hir Aufgab als Seelsorger richteg virbereeden.
Durch Finsternis ins Licht - Auferstehung Er ist tot und ist nicht tot. Wie das Licht die Finsternis so braucht das ewige Leben den Tod, um in Erscheinen zu treten.
Wie die Finsternis das Licht und der Tod das Leben nicht besiegen kann, so kann der Hass letztlich nie die Liebe überwinden. Ostern ist nicht nur der Sieg des Lebens, sondern der Sieg der absoluten Liebe. Ostern schenkt uns die feste Hoffnung, dass wir alle einmal allen alles verzeihen können. Das wird der vollendete Himmel sein: Wenn ich mir, ich dir, du mir, du dir - wir uns alles verzeihen, weil Gott allen alles verzeiht, damit auch wir verzeihen. Wem dieses Licht jetzt schon aufgeht, der kann jetzt schon mit Christus auferstehen.
Seigneur, fais que je sache regarder et écouter le témoignage des démunis. Après tout, puisque, toi aussi, tu as été immigré et pauvre, il est porbablement temps que je m’habitue, pour te rencontrer, à ne pas juger sur les apparences, à ne pas penser d’abord à ouvrir mon portefeuille ou à jouer de mes relations mais à écouter et prier, mais à apprendre à te rencontrer. Marie, permets-moi de t’appeler un instant Myriam. Je t’en supplie.

